Posts mit dem Label Stress werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Stress werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Freitag, 21. Januar 2011

Überforderung hilft niemandem

Tagung über Bunr-out-Syndrom - 3. Dresdner Form Employability mit einem ebenso populärem wie schwierigem Thema: "Burn-out: Arbeitsunfall der Mdoderne? - Neue Wege der Prävention"


Laut einer aktuellen Krankenkassen-Studie seien die Fehlzeiten aufgrund psychischer Erkrankungen in den Unternehmen seit 1997 um 93% gestiegen. In die gleiche Richtung weisen auch die Daten der gesetzlichen Rentenversicherungsträger: Bei fast 38% der im Jahr 2009 bewilligten Erwerbsminderungsrenten war eine psychische Krankheit Ursache des vorzeitigen Berufsausstiegs. Die Kosten für Produktionsausfälle aufgrund von Burn-out werden von der Wirtschaft inzwischen auf fast vier Milliarden Euro jählich geschätzt.


Hier ein Auszug aus dem Interview mit VBG-Arbeitspsychologin Susanne Roscher zu Ursachen und Prävention:



Was ist Burn-out?

Roscher: Für Burn-out, zu Deutsch: das Ausgebranntsein, gibt es keine allgemeine Definition und auch keine eigenständige Diagnose. Es ist ein Prozess in Etappen. Er beginnt häufig mit einem Gefühl innerer Leere, Verzweiflung und Hilfslosigkeit. Meistens klagen die Betroffenen über psychosomatische Beschwerden, wie Kopf- und Rückenschmerzen, Magen-Darm-Beschwerden und Schlaflosigkeit. Schließlich schaffen sie ihre Arbeit nicht mehr.


Wer ist besonders gefährdet?

Burn-out kann theoretisch jeden ereilen. Frauen sind genauso davon betroffen wie Männer, ältere wie jüngere Kollegen. Es gibt auch keine besonders gefährdete Berufsgruppe. Fest steht aber: Es trifft oft die Fleißigen. Mitarbeiter, die stets alles richtig machen möchten, schwer Nein sagen können, brennen aus, wenn sie ihren eigenen hohen Erwartungen an sich selbst, wenn sie Leistungen nicht mehr erbringen können. Das sind in der Firma meist gute Leute, die schwer zu ersetzen sind.


Was sind die Ursachen für Burn-out?

Sie liegen zum einen in jeder Person selbst. Überzogenen Ehrgeiz und selbst erzeugter Leistungsdruck nach dem Motto: "Ich schaff' das schon alles". Dazu kommen häufig Konflikte im Job oder auch in der Familie.


Was kann der Betrieb tun, damit es nicht zum Burn-out kommt?


Die beste Prophylaxe ist ein gutes Arbeits- und soziales Klima. Das beginnt mit der Arbeitsorganisation, für die der Chef die Verantwortung trägt. Die Aufgaben für den Einzelnen sollten so bemessen sein, dass der Mitarbeiter weder unter- noch überfordert ist. Aufgaben werden auf breite Schultern verteilt und nicht dem aufgehalst, der zuerst "Hier" ruft. Die Kommunikaion im Team und vom Leiter zu den Kollegen muss stimmen. Chefs sollten ihren Mitarbeitern auch Sicherheit geben - zum Beispiel indem sie signalisieren: Sie dürfen auch mal Fehler machen.

LinksbündigQuelle: VBG-Report/2011

Organisationsberatung, Büro- und Arbeitsorganisation, Selbst- und Zeitmanagement:
www.office-consulting-reinberg.de oder Telefon: 02381 | 436 66 19

Dienstag, 28. Dezember 2010

Silvester naht und da sind sie wieder……

die guten Vorsätze für 2011

Deutschland ist im Stress. Vor allem Familien stehen anscheinend so unter Strom, dass sich zwei Drittel von ihnen gezielt mehr Entspannung für das kommende Jahr vorgenommen haben. Das ergab das aktuelle DAK-Gesundheitsbarometer "Gute Vorsätze für 2011".

Insgesamt wünschen sich 59 Prozent der Befragten für das kommende Jahr weniger Stress. Bei den Familien mit Kindern unter 18 Jahren sind es sogar 68 Prozent. Sie möchten auch ganz besonders mehr Zeit mit ihren Lieben verbringen (73 zu 56 Prozent). "Zwar zeigte unsere Weihnachtsbefragung** jüngst, dass die meisten Familien während der Festtage entspannt sind, doch auf das ganze Jahr gesehen, trifft dies offensichtlich nicht zu", erläutert Diplom-Psychologe Frank Meiners von der DAK die neuen Umfrage-Ergebnisse. "Die Anforderungen in Job, Familie und Haushalt parallel zu meistern, ist oft mit dauerhaftem Stress verbunden."

Junge nehmen sich viel vor - Ältere halten länger durch

Allgemein fällt auf, dass sich vor allem Jüngere zwischen 18- und 29-Jahren einiges vorgenommen haben: So möchten sie überdurchschnittlich häufig mehr Zeit für Familie und Freunde haben, Sport treiben, sich gesünder ernähren, weniger fernsehen und vor allem sparsamer sein. 53 Prozent von ihnen wollen 2011 weniger Geld ausgeben – im Vergleich zu "nur" 32 Prozent aller Befragten.

Immerhin hält die Hälfte der Deutschen ihre guten Vorsätze länger als drei Monate durch. Besonders ältere Menschen ab 60 Jahren setzen sie langfristig um (56 Prozent). Auch Frauen scheinen etwas willensstärker zu sein als Männer (52 zu 47 Prozent). Bundesweit betrachtet, liegen hier die Brandenburger mit 60 Prozent vorn. Schlusslichter sind die Sachsen. Von ihnen halten sich nur 37 Prozent längere Zeit an die guten Vorsätze.

Nur realistische Vorsätze umsetzbar

Diplom-Psychologe Meiners rät: „Weniger ist mehr. Setzen Sie sich wenige, aber realistische Ziele fürs neue Jahr. Auch 'Rückfälle' sollten Sie einkalkulieren und sportlich nehmen. Kleinere Etappenziele sind auch oft hilfreich. Denn ist das Ziel zu hoch gesteckt, ist der Frust meist groß, wenn es nicht erreicht wird.“

Die Top-Ten der Guten Vorsätze für 2011:

  • Stress vermeiden oder abbauen (59%)
  • Mehr Zeit für Familie / Freunde (56%)
  • Mehr bewegen/Sport (52%)
  • Mehr Zeit für mich selbst (49%)
  • Gesünder ernähren (44%)
  • Abnehmen (34%)
  • Sparsamer sein (32%)
  • Weniger fernsehen (18%)
  • Weniger Alkohol trinken (14%)
  • Rauchen aufgeben (12%)

* Repräsentative Bevölkerungsumfrage durch Forsa, 3.008 Befragte, davon jeweils 100 in Bremen und im Saarland und jeweils 200 in den übrigen Bundesländern. Erhebungszeitraum: 15. November bis 3. Dezember 2010.

** Das Forsa-Institut führte für die DAK vom 16. bis 28. September 2010 eine bundesweite und repräsentative Befragung von 1.000 Eltern von Kindern unter 18 Jahren durch.

Quelle: DAK 2010